KulturLeben

Bulgarien: das bedeutet über 1300 Jahre Geschichte, mehr als 40.000 Kulturdenkmäler 237 Klöster und 9 UNESCO-Weltkulturerbestätten (7 Kultur- und 2 Naturerbestätten), also Stätten mit außerordentlicher Bedeutung für die Menschheit – deren Schutz und Erhalt Priorität ist.

Das Kulturleben und die Kunst in Bulgariens sind durch die Tendenzen in der ganzen Welt beeinflusst. Heute stellen sich auf der Bühne auch neue Kunstformen dar, die aktuell für unsere Gegenwart sind. Dazu zählen die Designerwoche ONE DESIGN WEEK, die Architekturwoche ONE ARCHITECTURE WEEK oder die ONE DANCE WEEK. Filmliebhaber kommen selbstverständlich auch nicht zu kurz: jedes Jahr ziehen die Filmfestivals Sofia Film Fest und Kinomania Anhänger der Filmkunst in ihren Bann.

In Sofia befinden sich die berühmtesten bulgarischen Theater, wo regelmässig Premieren von namhaften Autoren aufgeführt werden. Dazu zählendas Satirische Staatstheater „Aleko Konstantinov“, das Nationaltheater „Iwan Wasov“, das neue dramatische Theater „Salza i smjah“, das Jugendtheater „Nikolaj Binev“, das Theater „Bulgarische Armee“ u.v.m. Übrigens verfügen alle bulgarischen Grossstädte über ein Stadttheater.

Das Kulturleben in Bulgarien wird auch durch alljährliche Kulturveranstaltungen und Festivals mit Anhängern aus aller Welt belebt. Eines der bekanntesten und alljährlich wiederkehrendes Kulturfeste, sind „die Feste der Künste Apolonia“ in der Stadt Sozopol. Jedes Jahr treffen sich dort am Ende des Sommers Starts aller Kunstarten. Innerhalb von einer Woche wird die Start zu einem Heim von Musikern, Schauspielern, Malern, Regisseuren, Produzenten, Dichtern und Schriftstellern. Dank ihrem Talent und dem hohen Professionalismus werden die Tage und Abende in Sozopol zu einer richtigen Feier bei dem das zahlreiche Publikum die bis in die Morgenstunden die Festivalsääle und Strassen füllen.

Zu den grossen Musikfestivals zählen noch „Lovetch Party Fest“, Spielwetteifern mit einem Dudelsack“ im Dorf Gela in den Rhodopen, „Kaliakra Rock Fest“, „Spirit of Burgas“, das internationale Jazzfestival Bansko, u.v.m. Weitere Informationen zu den Festivals findest du hier und für die kulinarischen Events Bulgariens geht es hier lang.

Einige der interessantesten Figuren der Volksfeste sind die „Kukeri“. Sie stellen Karnevalsfiguren dar, angezogen als wilde Tiere oder typische Menschengestalten, immer mit Mastken, oft tragen Sie auch Glocken am Gürtel und Pelzmäntel mit dem Fell nach außen. Am 1. Januar, bei der Neujahrsfeier, wird auch eine Kukerfeier organisiert. Junge und alte Leute ziehen Volkstrachten an, verkleiden sich und fangen an, die bösen Geister zu jagen. Dier Kukerspiele und Gebräuche werden nur von Männern ausgeführt, vor allem Junggesellen. Jede Kukergruppe hat ihren Leiter, der der einzige verheiratete Mann ist, d.h. er ist ein Familienoberhaupt mit etablierter sozialer Position. In Ostbulgarien sind die Leiter an den Hochzeitsanzügen zu erkennen. In den anderen Regionen Bulgariens tragen sie oft Ziegen-, Schafs- oder Rehfell, Ledermasken auf dem Kopf oder ihre Gesichter sind schwarz gefärbt. Die Masken in der Form eines Hammels, Ziegenbocks und Stiers gelten als die ältesten. Die Wirkung der maskierten Kukeri wird durch den Klang der hängenden Kupfer- und Bronzeglocken verstärkt.

Das berühmteste Fest ist das internationale Kukerfest „Surva“ in der Stadt Pernik, zu dem sich Gäste aus aller Welt sammeln, um den Zauber des Spiels mitzuerleben, sich die Masken selbst anziehen und zu berühren um sich so wie neu zu fühlen und einander Gesundheit und Glück wünschen.

Ein anderes mit der Folklore verbundenes Nationalfest ist der Brauch „Baba Marta“. Nach dem Volksglauben gilt das Fest einer legendären Gestalt, deren Namen mit dem Monat März verbunden ist. Neben „Baba Marta“ gibt es auch andere Bräuche, die anlässlich des anfangs des Frühlings gefeiert werden.

 Museumsortschaften in bulgarien 

Arbanassi

Arbanassi ist eines der malerischsten alten Ortschaften Bulgariens. Gelegen auf einer Felshochebene mit dem gleichen Namen, mit einmaliger Aussicht auf den mittelalterlichen Teil der alten bulgarischen Hauptstadt Veliko Tarnovo. Sie zeichnet sich durch ihre typische Wohnungsarchitektur und die Kirchen mit zahlreichen Wandmalereien aus. Die Ortschaft wurde im 13. Jh. von bulgarischen Bojaren gegründet. Allmählich entwickelte sie sich zu einer reichen Handelsortschaft von über 1000 Häusern. Diese erstaunen durch ihr rauhes Aussehen und die hohen Steinmauern, die mit den malerischen Höfen und der einzigartigen Gemütlichkeit und dem Komfort der Innenräume stark kontrastieren. Die Decken, Türen, Möbel und Fenster sind mit Holzschnitzerei verziert, die Wände sind mit Gipsornamenten dekoriert, die mit Blumen und Pflanzenelementen bemalt sind.

Besonders beeindruckend sind die bewahrten 7 Kirchen aus dem 17. Jh. Mit ihren festen, hohen Mauern, kleinen Fenstern und unzugänglichen, mit Eisen eingefassten Eichentüren, passen sie sich harmonisch in den allgemeinen architektonischen Aussehen der Ortschaft an. Fast ohne Aussendekoration sind diese Kirchen von innen mit reichen Wandmalereien und unglaublich schönen Holzschnitzereien geschmückt. 

Bansko

Bansko ist eine schöne Bergstadt, gelegen am Fuße des Pirin-Gebirges, auf einer Höhe von 925 m. Sie ist mit ihrer originellen Architektur, ihren malerischen zweistöckigen Häusern und Blumengärten, mit ihrer Okonenmalerei- und Holzschnitzschule sowie mit ihrer Ortsküche berühmt geworden. Seit Mitte des 18. Jh. ist Bansko eine reiche Ortschaft mit entwickeltem Handwerk, Handel und Kunst. Zu etwa dieser Zeit entstand die Malerschule von Bansko, die in den Balkanländern und in Zentraleuropa berühmt ist.

Heute ist die Stadt dank der überirdischen Schönheit des Pirin-Gebirges sehr bekannt. Mit ihren zahlreichen Hotels, Gasthäusern und den ausgezeichneten Bedingungen für Sommer- und Wintertourismus, mit der einzigartigen Gastfreundschaftlichkeit der Einheimischen und ihren alten Pirin-Liedern lockt die Stadt Touristen und Sportler von überall her an.

Besonders beeindruckend sind die bewahrten 7 Kirchen aus dem 17. Jh. Mit ihren festen, hohen Mauern, kleinen Fenstern und unzugänglichen, mit Eisen eingefassten Eichentüren, passen sie sich harmonisch in den allgemeinen architektonischen Aussehen der Ortschaft an. Fast ohne Aussendekoration sind diese Kirchen von innen mit reichen Wandmalereien und unglaublich schönen Holzschnitzereien geschmückt. 

boshenzi

Boshenzi ist eine kleine Ortschaft, ein Denkmal der einzigartigen bulgarischen Wiedergeburtsarchitektur, gelegen auf den Nordabhängen des zentralen Balkangebirges. Die wenigen Häuser liegen auf beiden Seiten des Flusses Boshanka, der nicht weit vom Dorf entspringt. Das Dorf wurde im 18. Jh. durch die Entwicklung der Viehzucht, der Handwerke und des Handels reich und änderte seine architektonische Gestalt. Die hügelige Landschaft gestattete den Baumeistern von Boshenzi einige der besten malerischen Architekturwerke zu schaffen. Die hohen Steinmauern, die geschmiedeten Eichentore, die schmalen Pflasterstraßen, die Steinbrunnen und die Brücken, die kleinen Werkstätten und die Läden schaffen eine einmalige Atmosphäre in dieser paradisischen Ecke Bulgariens. Hier findet jeder Stille und ruhe, indem man sich in eine längst vergangene Welt versenkt. In Boshenzi wohnen zur Zeit viele berühmte bulgarische Schriftsteller, Maler, Architekten sowie Vertreter der Wissenschaft und Kultur.

Kulinarischer Veranstaltungskalender

Wo: In ganz Bulgarien

Wann: Am offiziellen Feiertag des Ortes. Mehr infos hier

Die bunte Tafel zu Gast in meiner Stadt

Dieses kulinarische Festival reist durch das ganze Land mit dem Ziel, authentische Kochrezepte zu sammeln und die Besucher mit der Buntheit und dem Reichtum der nationalen und regionalen Küche bekannt zu machen. Es werden auch Wettbewerbe für Köche sowie Koch-Präsentationen durchgeführt.

Wo: Im Dorf Banitze

Wann: Im Monat Mai 

Das Fest der Banitsa

 

Im gleichnahmigen Dorf in der Umgebung von Vratza findest seit mehreren Jahren das Fest der Banitza statt. Ein Teil des Festes ist natürlich der Wettbewerb für die beste Banitza. Wenn man dieses Fest besucht, kann man verschiedenste Banitza-Arten probieren und Folkloreprogramme geniessen.

Wo: Gorna Orjachovitza

Wann: Ende Mai

Das Fest des Sudjuk

Dieses alljährliche Festival macht die Besucher von Gorna Orjachovitza mit dem Sudjuk, die in dieser Stadt hergestellt wird und mit ihrem abwechslungsreichen kulinarischen Anwendungen bekannt. Während des Ausstellung können Sie verschiedenste Arten von Hartwurst probieren und mehr über die Herstellungsmethode lernen.

Wo: Tran

Wann: Juni

Das Fest des Joghurts

Der Joghurt ist ein traditionelles bulgarisches Produkt. Selbst der Mikroorganismus, der für die Gärung der frischen Milch "verantwortlich" ist, trägt den Namen Lactobacillus bulgaricus, daher macht es nur Sinn auch dies zu feiern. In der Stadt Tran kann man - dank dem nahegelegenen Museum des Joghurts (7km von Tran, im Dorf Studen izvor) - alles über den Joghurt erfahren. Die Besucher können u.a. einen echten hausgemachten Joghurt und viele weitere Milchprodukte verkosten.

Wo: Kyustendil

Wann: Juni 

Das Kirschfest

 

In Kyustendil reifen einige der besten bulgarischen Kirschen. Aus diesem Grund findet hier das alljährliche Fest dieser Frucht statt. An der Kirschenausstellung können Sie verschiedene Sorten sehen und probieren. Sie erfahren ebenfalls mehr über die kulinarischen Erzeugnisse, deren Hauptzutaten Kirschen sind (u.a. Konfitüren, Kompotte und Kuchen).

Wo: Dorf Beli Iskar

Wann: Juni

Das Fest von Rilski Zelnik

Das alljährliche Fest von Rilski Zelnik findet im Dorf Beli Iskar in der Nähe von Samokov statt. Die örtlichen Backmeister wetteifern um die beste Banitsa mit Sauerkraut. Die Besucher können diese interessante Banitsa sowie andere spezifische Speisen aus der Region um Samokov probieren.

Wo: Tutrakan

Wann: Juli

Das Fest der Aprikose

Wenn sie verschiedene Sorten von Aprikosen und kulinarischen Produkten aus dieser Frucht probieren möchten, müssen Sie sich nach Tutrakan begeben. Da findet das alljährliche Fest der Aprikose statt, auf dem Sie nicht nur verschiedene Sorten von Aprikosen, sondern auch den Aprikosenschnaps probieren können.

Wo: Pomorie

Wann: August 

Meer aus Wein

 

In der Meeresstadt Pomorie werden das alljährliche Fest und die Weinausstellung organisiert. Während des Ereignisses werden Weinkost durhgeführt und Preise an die Hersteller, die diese hochwertigen Getränke hergestellt haben, verliehen.

Wenn Du mehr über die bulgarischen Weine, Weinanbaugebiete und Reebsorten erfahren möchtest, so klicke bitte hier

Wo: Nessebar

Wann: Ende August

Das internationale Honigfestival

Der bulgarische Honig ist von einer sehr hohen Qualität und seine Geschmacks- und Nahrungseigenschaften sind beindruckend. Im Land wird eine Vielzahl von Honig- und Bienenprodukten, ob aus Akazie, Kräutern, Kiefernzapfen oder Vielblütenhonig, hergestellt. Manche Kräuter kommen nur in Bulgarien vor. 

Nessebar ist Gastgeber des jährlichen Honigfestivals, bei dem man u.a. auch Seminare über eine gelungene Honigherstellung erhält.

Wo: Troyan

Wann: Letztes Septemberwochenende

Das Fest der Pflaume und des Troyaner Pflaumenschnapses

Im Dorf Oreschak und in der Stadt Troyan wird das traditionelle alljährliche Fest der Pflaume und somit auch dem traditionellen bulgarischen Alkoholgetränk gefeiert. Neben Folklore-Konzerte findet hier auch der Wettbewerb für den besten hausgemachten Schnaps statt.

Wo: Klissura

Wann: Oktober 

Das Fest der Kartoffel

In der Stadt Klissura befindet sich das einzige Museum der Kartoffel in Bulgarien. Aus diesem Grund findet hier das alljährliche "Fest der Kartoffel" statt. Während des Ereignisses können Sie zahlreiche Kartoffelspeisen kosten und ein interessantes Folkloreprogramm geniessen.

Wo: Sevlievo

Wann: November

Das Kürbisfest

Der Kürbis ist in der bulgarischen Küche fest verwurzelt. Daraus werden Tikvenik (Banitza mit Kürbis), Konfitüren, Pudding und Nachspeisen zubereitet. In Sevlievo können Sie sich diese kulinarischen Versuchungen während des alljährlichem "Kürbisfestes" anschauen. Es findet natürlich auch ein Wettbewerb um den größten Kürbis statt.

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