Baba Marta und die Marteniza


Am 01. März wird in Bulgarien alljährlich Baba Marta (zu deutsch soviel wie "Oma Marta") gefeiert, bei dem man sich gegenseitig sogenannte Martenizi verschenkt. Dabei werden neben Erwachsenen und Kindern selbstverständlich auch Haustiere beschenkt. Zudem begrüßt man sich an diesem Tag anstelle vom alltäglichen "Дoбър ден" (Dobur den) mit "Честита баба марта" (Tschestita Baba Marta). Übersetzt heißt das "Herzlichen Glückwunsch zum Oma Marta Tag".


Diese Martenizi symbolisieren einen Talisman für Gesundheit und ein langes Leben was jeweils die Farben symbolisieren: rot für rote Wangen bzw. weiß für weißes Haar und hohes Alter. Man trägt sie auf der linken Seite (dort, wo das Herz ist) oder als Armband auf dem linken Arm. Die rot-weißen Glücksbringer trägt man so lange, bis man ein erstes Frühlingszeichen – einen Storch, eine Schwalbe oder einen blühenden Baum – sieht. Dann (spätestens zum 1. April) hängt man sie auf einen Baum oder legt sie unter einen Stein und wünscht sich etwas Schönes.


Die Martenizi können ganz verschieden aussehen, so können diese Anhänger, Quasten, Püppchen oder schlichte Armbänder aus Stoff, Wolle oder Baumwollfäden sein.



Hinter dem Marteniza-Brauch steckt der alte Glaube, dass die rot-weißen Martenizi, die Personifizierung des Monats März in Gestalt einer alten, ärgerlichen und launischen Frau (Baba Marta), mild stimmen, damit sie nicht zornig wird und Kälte über das Land schickt. Dies hängt mit dem Landesklima zusammen: Oft kündigt sich nämlich der Frühling Anfang März an und gegen Ende des Monats kommt es dennoch zu Schneefall.


Wichtig ist lediglich, dass sie rot und weiß sind, man sie Anfang März seinen Liebsten schenkt und -sofern es sich um Armbänder handelt- sie am linken Handgelenk trägt. Selber kaufen geht übrigens nicht, da diese ja Glück bringen sollen.


In diesem Sinne: Chestita Baba Marta!


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