Trotz steigender Fallzahlen: Bulgarien lockert Corona Regeln

Insgesamt verzeichnet Bulgarien bisher insgesamt 3.266 Coronavirus-Fälle und 172 Todesfälle. Trotz steigender Fallzahlen in der letzten Woche, hat Bulgarien seine Corona Regeln weiter gelockert: Obwohl das Land vom 08. bis 14. Juni mit 555 Neuinfektionen einen Wochenrekord seit Beginn der Pandemie verzeichnete, wurden ab heute (15.06.2020) die Massnahmen weitergelockert. Damit endet der zweimonatige Ausnahmezustand. Sogilt ab heute die Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen nicht mehr. Die Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln jedoch weiter.


Darüber hinaus dürfen seit heute wieder Diskotheken, und Nachtclubs öffnen. Ebenfalls wieder erlaubt sind -unter Corona-Auflagen- auch Feste in geschlossenen Räumen mit bis zu zehn Personen sowie Sportevents, Kongresse und Konferenzen. Museen, Kinos und Theater in Bulgarien haben bereits geöffnet. Dennoch dürfen diese ihre Plätze derzeit nur bis zu einem bestimmten Anteil auslasten.


Einreisebestimmungen weiter gelockert


In Rahmen der weiteren Lockerung soll es für Einreisende aus Italien, Spanien, Malta, Irland und aus den Niederlanden ab heute keine Quarantänepflicht mehr geben. Für Reisende aus Deutschland gilt die Quarantäne-Regelung bereits seit 1. Juni nicht mehr. Reisende aus Schweden, Großbritannien, Belgien und Portugal sowie aus Drittstaaten müssen aber für 14 Tage in Quarantäne bleiben. Laut Krisenplan soll die Sommersaison für internationale Touristen am 01. Juli starten. Unklar bleibt wann die großen Hotels in den Touristenhochburgen den Betrieb wieder aufnehmen werden.Kleinere Hotels haben für heimische Touristen bereits geöffnet.


Es scheint als setze das Land vermehrt auf Touristen der umliegenden Nachbarländer und die Balkanregion um den Wegfall internationaler Besucher abzufangen. So wurden bereits ab 01. Juni 2020 die Öffnung der Grenze zu Griechenland und Serbien beschlossen. Für Reisende dieser Länder soll es dann keine verpflichtende Quarantäne wegen des neuen Coronavirus geben. Eine ähnliche Absprache mit Rumänien verzögere sich angesichts einer Regierungskrise.


Der Tourismus ist für Bulgarien ein wichtiger Sektor und erwirtschaftet rund 12 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Hoffen wir auf Besserung.

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